Bestandsmanagement-Software für Amazon: die Kategorien im Vergleich

Tabelle, Warenwirtschaft, FBA-Spezialtool oder Nachschubplanung – die vier Kategorien lösen unterschiedliche Probleme. Diese Seite ordnet sie ein, liefert die Auswahlkriterien und sagt offen, wo Octuno hineingehört und wo nicht.

  • Kategorien statt Anbieter-Ranking
  • Zwölf Auswahlkriterien zum Abhaken
  • Octuno-Einordnung inklusive Grenzen

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Vier Kategorien, vier verschiedene Probleme

Die meisten Vergleiche stellen Produkte nebeneinander, die gar nicht dasselbe tun. Nützlicher ist die Frage, welche Art von Werkzeug dein aktuelles Problem überhaupt löst – die Anbieterwahl kommt erst danach.

Tabellenkalkulation

Excel oder Google Sheets – der Ist-Zustand bei sehr vielen Händlern

Die Tabelle ist kein schlechtes Werkzeug, sie ist ein sehr flexibles. Bestand, Wiederbeschaffungszeit, Sicherheitsbestand und ein Bestellvorschlag lassen sich darin sauber abbilden, und du behältst die volle Kontrolle über jede Formel. Der Preis dafür: Jeder Datenstand kommt von Hand hinein, und jede Logik pflegst du selbst.

Passt, wenn

  • Du verkaufst auf einem Kanal und führst überschaubar viele aktive SKUs.
  • Die Nachfrage ist halbwegs stabil, ohne starke Saison und ohne Aktionsspitzen.
  • Du willst die Rechenlogik selbst in der Hand haben und verstehst jede Zelle.
  • Die Zahlen einmal pro Woche zu aktualisieren, ist realistisch machbar.

Stößt an Grenzen, wenn

  • Der Bestand in der Tabelle weicht vom Seller Central ab, weil zwischen zwei Aktualisierungen verkauft wurde.
  • Mehrere Kanäle greifen auf denselben physischen Bestand zu, die Tabelle kennt aber nur einen davon.
  • FBA-Mengenbegrenzungen kommen in der Rechnung nicht vor, also plant die Tabelle Sendungen, die so nicht ins Lager gehen.
  • Niemand außer dir versteht die Datei – im Urlaub steht die Disposition still.

Warenwirtschaft und ERP

Im deutschen Markt zum Beispiel JTL-Wawi, plentymarkets oder Xentral

Ein Warenwirtschaftssystem ist das Rückgrat des operativen Geschäfts: Artikelstamm, Aufträge, Lagerorte, Pick- und Packprozesse, Belege, Übergabe an die Buchhaltung. Wenn du selbst versendest, mehrere Lagerplätze führst oder ein Team im Lager arbeitet, führt an dieser Kategorie kaum ein Weg vorbei.

Passt, wenn

  • Du versendest einen relevanten Teil deiner Ware selbst und brauchst Lagerprozesse im System.
  • Belege, Retouren und die Übergabe an die Buchhaltung sollen aus einer Quelle kommen.
  • Du führst viele Varianten, Stücklisten oder Sets, die ein Marktplatz-Backend nicht sauber abbildet.
  • Mehrere Personen arbeiten gleichzeitig an Aufträgen und Beständen.

Stößt an Grenzen, wenn

  • Der Schwerpunkt liegt darauf, den Ist-Zustand korrekt abzubilden. Absatzprognose und Bestellvorschlag sind eine andere Disziplin – ob und wie tief ein bestimmtes System sie abdeckt, ob über ein Zusatzmodul, eine Partner-App oder gar nicht, ist von System zu System verschieden und gehört vor der Entscheidung geprüft.
  • Einführung und Pflege binden Zeit. Ein ERP ist ein Projekt, kein Abo, das man am Dienstagnachmittag abschließt.
  • Woran das Lizenzmodell rechnet – pro Nutzer, pro Auftrag, pro Umsatz oder pauschal – unterscheidet sich stark. Rechne es mit deinen Zahlen für nächstes Jahr durch, nicht mit den heutigen.
  • Amazon-Eigenheiten wie Mengenbegrenzungen für FBA-Sendungen sind ein Spezialfall, den nicht jedes allgemeine System mitdenkt.

Spezialisierte FBA-Tools

Repricing, Produkt- und Keyword-Recherche, PPC, Erstattungen, Analytics

Rund um Amazon ist ein großes Ökosystem einzelner Werkzeuge entstanden, jedes für einen engen Ausschnitt: Preise nachführen, Werbekampagnen steuern, Erstattungsfälle finden, Produkte recherchieren, Kennzahlen auswerten. In ihrem Ausschnitt sind diese Tools einer Allzwecklösung meist überlegen.

Passt, wenn

  • Du hast genau ein klar umrissenes Problem und willst dafür das beste Werkzeug.
  • Der Ausschnitt ist wichtig genug, dass ein eigenes Abo dafür trägt.
  • Du arbeitest ohnehin überwiegend auf Amazon und brauchst keine Kanalübersicht.
  • Es stört dich nicht, Zahlen aus mehreren Oberflächen zusammenzutragen.

Stößt an Grenzen, wenn

  • Mehrere Spezialtools nebeneinander bedeuten mehrere Abos, mehrere Logins und mehrere Wahrheiten über denselben Bestand.
  • Ob ein Tool wirklich Nachschub plant oder nur Verkaufszahlen der Vergangenheit zeigt, sieht man einer Produktseite selten an. Das ist eine Testfrage, keine Featureliste.
  • Der Blick endet meist an der Amazon-Grenze – eBay, Kaufland oder TikTok Shop kommen darin nicht vor.
  • Je enger der Ausschnitt, desto größer die Lücke zwischen den Tools, die am Ende wieder von Hand gefüllt wird.

Bestands- und Nachschubplanung

Prognose, Meldebestand, Bestellvorschlag – hier ordnet sich Octuno ein

Diese Kategorie beantwortet eine einzige Frage gründlich: Was muss wann in welcher Menge nachbestellt werden, damit nichts ausgeht und kein Kapital unnötig im Regal liegt? Dafür braucht es Verkaufshistorie, Wiederbeschaffungszeiten, Sicherheitsbestand und – auf Amazon – die Mengenbegrenzungen des Lagers. Ein solches Werkzeug ersetzt keine Warenwirtschaft, es beantwortet die Frage, die eine Warenwirtschaft typischerweise offenlässt.

Passt, wenn

  • Du weißt, was du verkauft hast, aber nicht zuverlässig, was du wann nachbestellen musst.
  • Wiederbeschaffungszeiten unterscheiden sich stark – Seefracht neben Nachbestellung beim Großhändler.
  • Du verkaufst denselben Artikel über mehrere Kanäle und brauchst eine gemeinsame Bestandssicht.
  • FBA-Mengenbegrenzungen haben dich schon einmal eine geplante Sendung gekostet.

Stößt an Grenzen, wenn

  • Buchhaltung, Belegwesen und eigene Lagerprozesse gehören nicht dazu – dafür bleibt es bei Warenwirtschaft oder FBA.
  • Die Prognose ist nur so gut wie die Historie: Bei einem Artikel mit drei Wochen Verkaufsdaten bleibt jede Zahl eine Schätzung.
  • Ein zusätzliches System heißt eine zusätzliche Schnittstelle, die eingerichtet und gepflegt sein will.
  • Wer ohnehin nur eine Handvoll stabiler SKUs führt, gewinnt gegenüber einer gepflegten Tabelle wenig.

Anbieternamen stehen hier ausschließlich als bekannte Beispiele einer Kategorie, nicht als Bewertung und nicht als Rangfolge. Funktionsumfang, Module und Preise prüfst du direkt beim jeweiligen Anbieter – dafür ändern sie sich zu schnell für eine Seite wie diese.

Zwölf Fragen, mit denen du selbst entscheidest

Diese Antworten unterscheiden Werkzeuge zuverlässiger als jede Funktionsliste. Nimm die Liste in ein Demo-Gespräch mit – bei uns und bei jedem anderen Anbieter.

  1. 01

    Woher kommen die Bestandsdaten?

    Automatisch über die Schnittstelle des Marktplatzes, per CSV-Import oder von Hand? Davon hängt ab, wie aktuell deine Zahlen wirklich sind und wie viel Handarbeit im Monat übrig bleibt.

  2. 02

    Plant das System Nachschub oder zeigt es nur Vergangenheit?

    Ein Dashboard mit den Verkäufen der letzten 30 Tage ist noch keine Prognose. Lass dir zeigen, welche Bestellmenge für einen konkreten Artikel vorgeschlagen wird – und mit welcher Begründung.

  3. 03

    Sind Wiederbeschaffungszeit und Sicherheitsbestand pro Artikel einstellbar?

    Ein pauschaler Wert für das ganze Sortiment führt zwangsläufig zu falschen Mengen, sobald Seefracht und Nachbestellung beim Großhändler nebeneinander vorkommen.

  4. 04

    Werden FBA-Mengenbegrenzungen mitgerechnet?

    Amazon begrenzt, wie viel du einlagern darfst. Ein Bestellvorschlag, der das ignoriert, produziert Sendungen, die gekürzt oder gar nicht erst angenommen werden.

  5. 05

    Rechnen alle Kanäle auf denselben Bestand?

    Sobald derselbe Artikel auf Amazon, eBay, Kaufland oder TikTok Shop liegt, entscheidet diese Frage über Überbestand auf der einen und Fehlmenge auf der anderen Seite.

  6. 06

    Woran hängt der Preis?

    Pro Nutzer, pro Auftrag, pro Umsatz oder pauschal pro Account? Rechne das Modell mit deinen Zahlen für das kommende Jahr durch – ein Modell, das mit deinem Wachstum mitwächst, kostet später deutlich mehr als heute.

  7. 07

    Was passiert bei Saison und Aktionen?

    Frag konkret, wie das System einen Prime Day oder das Weihnachtsgeschäft behandelt: als Ausreißer, den es glättet, als Muster, das es erwartet, oder gar nicht.

  8. 08

    Wie lange dauert die Einrichtung realistisch?

    Lass dir den Weg von der Anmeldung bis zum ersten belastbaren Bestellvorschlag beschreiben – mit Zwischenschritten und mit der Angabe, wer davon was tun muss.

  9. 09

    Wie viel Historie braucht das System, bis es brauchbar rechnet?

    Jede Prognose braucht Vergangenheit. Ein Anbieter, der auch für einen zwei Wochen alten Artikel eine belastbare Zahl verspricht, verspricht zu viel.

  10. 10

    Kommst du an deine Daten wieder heraus?

    Export in ein offenes Format ist die Versicherung gegen eine Fehlentscheidung. Diese Frage stellt man vor dem Vertrag, nicht bei der Kündigung.

  11. 11

    Wer sieht deine Verkaufsdaten und wo liegen sie?

    Serverstandort, Auftragsverarbeitungsvertrag und Löschfristen sind bei Daten aus der Amazon-Schnittstelle keine Formalie. Ein Anbieter, der das sauber beantwortet, hat sich damit befasst.

  12. 12

    Wie viele Systeme hast du danach?

    Jedes zusätzliche Werkzeug bringt einen weiteren Login, ein weiteres Abo und eine weitere Quelle, die den anderen widersprechen kann. Manchmal lohnt sich das, manchmal nicht – gestellt gehört die Frage in jedem Fall.

Wenn du nach diesen zwölf Fragen bei deiner Tabelle bleibst, war es eine bewusste Entscheidung. Das ist mehr wert als ein Abo, das nach drei Monaten ungenutzt weiterläuft.

Woran du merkst, dass die Tabelle nicht mehr reicht

Es gibt keine Regel, ab wie vielen SKUs ein System nötig wird. Diese Anzeichen sind brauchbarer als jede Zahl.

  • Du hattest im letzten Quartal mindestens einen Artikel out of stock, den du hättest kommen sehen können.
  • Denselben Bestand pflegst du in mehr als einer Datei oder Oberfläche.
  • Die Nachbestellmenge entsteht aus dem Bauch heraus, weil die Tabelle die Saison nicht abbildet.
  • Eine Sendung an Amazon wurde gekürzt oder abgelehnt, weil ein Mengenlimit erreicht war.
  • Du kannst nicht auf Anhieb sagen, welcher Artikel diese Woche bestellt werden muss.
  • Die Datei ist so gewachsen, dass du selbst nicht mehr sicher bist, welche Formel wo greift.

Ein Anzeichen ist Zufall. Drei sind ein Muster.

Wo Octuno sich einordnet

Octuno gehört in die vierte Kategorie: Bestands- und Nachschubplanung für Amazon-FBA- und Multichannel-Händler. Damit das eine Einordnung bleibt und keine Anzeige wird, steht hier beides – was das System tut und was es ausdrücklich nicht tut.

Dafür ist Octuno gebaut

  • Absatzprognose je Artikel aus der Verkaufshistorie der angebundenen Kanäle.
  • Restock-Empfehlungen, die die FBA-Mengenbegrenzungen mitrechnen statt sie zu ignorieren.
  • Ein Bestand über Amazon, eBay, Kaufland und TikTok Shop hinweg statt ein Bestand je Kanal.
  • Lieferantentracking mit Wiederbeschaffungszeiten pro Artikel und Lieferant.
  • Kalkulation inklusive Amazon-Gebühren – dieselbe Rechenlogik wie im kostenlosen FBA-Rechner.
  • Flat-Rate pro Account statt pro Nutzer: Das Team darf wachsen, ohne dass der Preis mitwächst.

Dafür ist Octuno nicht gebaut

  • Keine Warenwirtschaft: Belegwesen, Buchhaltung und Prozesse im eigenen Lager bildet Octuno nicht ab.
  • Kein Repricer und kein PPC-Werkzeug: Preise und Werbekampagnen steuerst du weiter dort, wo du es heute tust.
  • Keine Produkt- oder Keyword-Recherche für Artikel, die du noch nicht führst.
  • Kein Ersatz für Historie: Bei einem frisch gelisteten Artikel ohne Verkaufsdaten ist auch unsere Prognose eine Schätzung.

Und der ehrlichste Punkt zuletzt

Octuno ist in einer geschlossenen Beta mit höchstens 30 Testern. Das bedeutet kurze Wege zum Team und kostenlose Nutzung – aber auch ein Produkt, das noch wächst. Wer heute eine seit Jahren erprobte Lösung mit großem Partner-Ökosystem braucht, ist bei uns noch nicht richtig. Das gehört in eine ehrliche Einordnung genauso hinein wie alles darüber.

Kurz beantwortet

Ersetzt Octuno meine Warenwirtschaft?

Nein. Eine Warenwirtschaft bildet Aufträge, Belege und Lagerprozesse ab, Octuno plant den Nachschub. Wenn du heute ein Warenwirtschaftssystem im Einsatz hast, bleibt es im Einsatz – die beiden Werkzeuge beantworten unterschiedliche Fragen.

Warum steht hier keine Tabelle mit Anbietern, Funktionen und Preisen?

Weil wir sie nicht seriös aktuell halten könnten. Funktionsumfang und Preismodelle anderer Anbieter ändern sich laufend, und eine veraltete Tabelle auf der Seite eines Wettbewerbers ist für dich wertlos und gegenüber dem Anbieter unfair. Die zwölf Kriterien oben führen dich zuverlässiger zu einer Entscheidung – und sie funktionieren auch bei Anbietern, die es heute noch gar nicht gibt.

Reicht eine Tabelle wirklich noch?

Für viele Händler ja, und das ist keine Höflichkeitsfloskel. Solange du einen Kanal bedienst, wenige aktive SKUs führst und die Nachfrage stabil ist, ist eine gepflegte Tabelle das günstigste und flexibelste Werkzeug. Die Anzeichen weiter oben sagen dir, wann dieser Punkt vorbei ist.

Was kostet Octuno im Vergleich?

Octuno kostet flat pro Account: vier Stufen von 49 bis 399 Euro im Monat, unabhängig von der Teamgröße. Ob das günstiger ist als deine heutige Lösung, hängt daran, woran deren Preis rechnet – genau deshalb steht diese Frage in der Kriterienliste.

Kann ich Octuno vor der Entscheidung ausprobieren?

In der Closed Beta ja, solange Plätze frei sind: kostenlos und auf höchstens 30 Tester begrenzt. Nach der Beta bleiben drei Monate gratis. Ein Test mit deinen eigenen Artikeln beantwortet mehr Fragen als jede Vergleichsseite, auch diese hier.

Selbst nachrechnen statt vergleichen lassen

Wenn du nach der Kriterienliste zu dem Schluss kommst, dass dir Prognose und Bestellvorschlag fehlen, ist der schnellste Test der mit deinen eigenen Zahlen.

Closed Beta, höchstens 30 Tester, kostenlos. Nach der Beta drei Monate gratis.