Nachbestellen, was Amazon auch einlagert.

Die Menge, die dein Absatz verlangt, und die Menge, die dein FBA-Konto diesen Monat aufnimmt, sind zwei verschiedene Zahlen. Octuno rechnet beide – und zeigt dir, wo sie auseinanderlaufen, bevor die Bestellung beim Lieferanten liegt.

  • Forecast aus Verkaufshistorie und Saison
  • Wiederbeschaffungszeit je Lieferant
  • Abgleich gegen das FBA-Einlagerungslimit
  • Vorschläge nach Lieferant gebündelt

Warum die Nachbestellung zweimal schiefgehen kann

Eine Bestellmenge muss zwei Bedingungen erfüllen, die selten zusammen geprüft werden: Sie muss bis zur nächsten Lieferung reichen – und sie muss ins Amazon-Lager dürfen. Wer nur die erste rechnet, landet früher oder später in einem der beiden Fehler.

Zu wenig bestellt
Die Prognose war vorsichtig, die Lieferzeit länger als geplant, der Peak kam früher als im Vorjahr. Der FBA-Bestand fällt auf null, das Angebot verliert Sichtbarkeit und Rang, und der Wiederaufbau danach dauert regelmäßig länger als die Lücke selbst.
Zu viel auf einmal eingesendet
Amazon teilt jedem Konto ein Einlagerungslimit zu, gemessen in Kubikmetern je Lagertyp. Ist es ausgeschöpft, lässt sich die Sendung nicht mehr wie geplant anlegen. Die Ware steht dann im eigenen Lager oder beim Dienstleister: bezahlt, aber nicht verkäuflich – und sie bindet das Kapital, das die nächste Bestellung gebraucht hätte.
Der Fehler entsteht Wochen vorher
Über die Menge entscheidest du beim Lieferanten, über die Einlagerbarkeit entscheidet Amazon bei der Anlieferung. Dazwischen liegen Produktion und Transport, bei Seefracht schnell zwei Monate. Wer das Limit erst beim Erstellen der Sendung prüft, prüft es zu spät.
Die Tabelle kennt nur eine Seite
Absatz, Reichweite und Lieferzeit rechnet eine Excel-Datei zuverlässig. Was ihr fehlt, ist das freie Volumen im Verkäuferkonto, das sich monatlich ändert – und das Volumen deiner Kartons, das darüber entscheidet, wie viele Einheiten überhaupt in dieses Kontingent passen.

Die Restock-Empfehlung in Octuno rechnet deshalb nicht nur, wann und wie viel du brauchst, sondern auch, wie viel davon diesen Monat tatsächlich ins Lager geht.

Wie die Empfehlung zustande kommt

Fünf Schritte, die aufeinander aufbauen. Jeder einzelne ist nachvollziehbar und an jeder Stelle überschreibbar – die Empfehlung ist ein Vorschlag, keine Blackbox.

  1. 01

    Absatzprognose je SKU und Kanal

    Octuno liest die Verkaufshistorie aus den angebundenen Kanälen und bildet daraus eine 12-Monats-Prognose, die dem Vorjahr und dem Jahr davor gegenübergestellt wird. Saisonale Muster – Q4, Prime Day, produkteigene Zyklen – stecken damit in den Zahlen statt im Bauchgefühl. FBA und FBM werden getrennt prognostiziert, weil sich beide Kanäle unterschiedlich verhalten.

    Weißt du es besser, überschreibst du den Wert von Hand und sperrst ihn per Lock gegen das nächste automatische Update.

  2. 02

    Reichweite und spätester Bestelltag

    Aus Prognose und aktuellem Bestand entsteht die Stock Projection: der Verlauf, an dessen Ende der Bestand auf null steht. Das Datum dieses Nullpunkts ist der OOS-Countdown je SKU. Der späteste Bestelltag liegt genau eine Wiederbeschaffungszeit plus Vorlauf davor – und nur dieser Tag entscheidet, ob ein Produkt heute auf der Liste steht.

    Der Vorlauf ist konfigurierbar, voreingestellt sind 14 Tage.

  3. 03

    Wiederbeschaffungszeit je Lieferant

    Die Wiederbeschaffungszeit ist keine Konstante, sondern eine Kette: Produktionszeit beim Lieferanten, Transport auf dem gewählten Weg (See, Luft, Bahn, Land), Wareneingang im eigenen Lager, Vorbereitung und Einsendung, Einlagerung bei Amazon. Ein Hersteller mit 30 Tagen Produktion und Seefracht bekommt bei identischem Absatz einen völlig anderen Bestelltag als der Großhändler mit drei Tagen Lieferzeit.

    Deshalb wird je Produkt gegen seinen Lieferanten gerechnet und nicht gegen einen Mittelwert über das Sortiment.

  4. 04

    Abgleich gegen das FBA-Limit

    Hier trennt sich die Empfehlung von einer reinen Bedarfsrechnung. Octuno kennt die hinterlegten Master-Box-Maße, rechnet den Mengenvorschlag in Volumen um und stellt ihn dem freien Einlagerungskontingent gegenüber. Passt nicht alles, wird nicht die Bestellung gekürzt, sondern die Einsendung aufgeteilt: Was jetzt hineingeht, geht jetzt raus, der Rest bleibt als geplante Sendung stehen.

    Das Limit steuert den Zeitpunkt der Einsendung, nicht die Höhe der Bestellung – die richtet sich weiter nach dem Absatz.

  5. 05

    Bündelung zu Lieferantenbestellungen

    Ein Vorschlag je SKU ist noch keine Bestellung. Octuno gruppiert die fälligen Mengen nach Lieferant, sodass aus vielen Einzelzeilen wenige Bestellungen werden – mit den hinterlegten Kontaktdaten, Produktionszeiten sowie Vertrags- und Verpackungsvorgaben. Bestätigst du eine, wird daraus ein Vorgang, der bis ins Lager verfolgbar bleibt: Produktion, Anzahlung und Restzahlung, Fracht mit ETD und ETA, Wareneingang, FBA-Einsendung.

    Packliste, Rechnung und Ursprungszeugnis entstehen aus denselben Daten, statt zweimal getippt zu werden.

Was du siehst – und was du entscheidest

Der Suggestions-Tab ist eine Liste fälliger Produkte, keine Warnleuchte. Jede Zeile trägt die Zahlen, die für die Entscheidung nötig sind: Mengenvorschlag, SKU, Countdown bis zum Nullpunkt. Die Entscheidung selbst bleibt bei dir.

Immer rechtzeitig.
Vor dem Peak.

Octuno analysiert historische Verkaufsdaten und saisonale Trends. So weißt du Wochen im Voraus, was du einsenden musst – bevor Halloween, Weihnachten oder der Prime Day zuschlagen.

  • Saisonbasierte Einsendungsvorschläge
  • Konfigurierbarer Vorlauf (Standard: 14 Tage)
  • FBA-Limits werden berücksichtigt
  • OOS-Countdown pro Produkt
  • Direkte Sendungserstellung aus den Vorschlägen
⚠️
Halloween-Peak in 21 Tagen
3 Produkte müssen jetzt eingesendet werden
Halloween Deko-Set Premium
Halloween Deko-Set Premium
SKU: HW001.05
+500
OOS in 8 Tagen
LED Kerzen Grusel-Edition
LED Kerzen Grusel-Edition
SKU: HW003.02
+300
OOS in 12 Tagen
Spinnennetz Dekoration XL
Spinnennetz Dekoration XL
SKU: HW007.01
+200
OOS in 15 Tagen

Vier Entscheidungen pro Zeile

Menge übernehmen oder ändern
Der Vorschlag steht als Zahl da, nicht als Häkchen. Du kannst ihn übernehmen, auf eine Kartongröße runden, an eine Mindestbestellmenge anpassen oder komplett überschreiben.
Jetzt einsenden oder später
Der Countdown zeigt, wie viel Zeit bleibt. Vor einem Peak zieht man vor, bei knappem Kontingent schiebt man. Beides ist eine bewusste Entscheidung und keine Fehlermeldung.
Sendung aufteilen
Reicht das Limit nicht für die volle Menge, entscheidest du, welche Produkte den freien Platz bekommen. Ein Artikel mit acht Tagen Reichweite ist dringender als einer mit fünfzig.
Vorschlag verwerfen
Auslaufende Varianten, Restposten, ein Produkt, das aus dem Sortiment geht: Nicht jede errechnete Lücke soll geschlossen werden.

Was danach ohne Umweg passiert

  • Aus dem bestätigten Vorschlag eine FBA-Sendung in zwei Klicks erstellen
  • Etiketten drucken oder als PDF laden, Kartonmaße kommen aus dem Produktstamm
  • Versandlabel bei DHL oder UPS direkt aus Octuno erzeugen
  • Inbound-Plan mit Status verfolgen, bis die Ware verkäuflich ist

Was Octuno an dieser Stelle nicht tut

Eine Empfehlung ist so viel wert wie das, was man ihr nicht zutraut. Diese fünf Dinge übernimmt das System bewusst nicht.

Es bestellt nicht von allein
Kein Vorschlag geht ohne deine Bestätigung an einen Lieferanten, keine Sendung entsteht automatisch. Octuno rechnet und legt vor; auslösen musst du.
Es kennt die Zukunft nicht
Die Prognose ist eine Fortschreibung von Historie und Saison. Ein Launch, ein viraler Effekt, ein Wettbewerber, der ausfällt – nichts davon steht in den Verkäufen von gestern. Für neue SKUs ohne Historie ist dein eigener Schätzwert der bessere Startpunkt; genau dafür gibt es die Lock-Funktion.
Es verhandelt nicht mit Amazon
Das Kapazitätslimit setzt Amazon monatlich fest, unter anderem auf Basis von IPI-Score, Verkaufshistorie und eigener Absatzprognose. Octuno rechnet dagegen und plant darum herum – anheben kann es das Limit nicht.
Es ersetzt die Lieferantenabsprache nicht
Mindestbestellmengen, freie Produktionskapazität, Feiertage wie das chinesische Neujahr: Das klärst du mit deinem Hersteller. Was du dabei erfährst, gehört als Produktionszeit und Vorgabe an den Lieferanten im System – dann rechnet die Empfehlung damit.
Es ist in geschlossener Beta
Octuno läuft derzeit mit maximal 30 Testern. Die hier beschriebenen Bausteine sind vorhanden, der Funktionsumfang wächst weiter, und Rückmeldungen aus der Beta verändern ihn.

Kurz beantwortet

Woher kommen die Verkaufszahlen für den Forecast?

Aus den angebundenen Kanälen: Amazon (alle EU-Marktplätze und Amazon.com), eBay, Kaufland, TikTok Shop und Shopify. Alle laufen auf einem gemeinsamen Bestand, ein Verkauf auf einem Kanal reduziert ihn also auch für die anderen. Genau deshalb muss der durchschnittliche Tagesabsatz über alle Kanäle gebildet werden – rechnet man ihn nur für Amazon, fällt die Reichweite zu optimistisch aus.

Was passiert, wenn das FBA-Limit den Vorschlag deckelt?

Die Empfehlung bleibt bestehen, die Einsendung wird aufgeteilt. Du siehst, welcher Teil der Menge jetzt einlagerbar ist und welcher wartet. Die Bestellung beim Lieferanten musst du dafür nicht kürzen: Ware im eigenen Lager ist unangenehm, aber immer noch besser als Ware, die es nie gab.

Gilt das auch für FBM und den eigenen Versand?

Ja. Forecast und Bestandsverlauf werden für FBA und FBM getrennt geführt, weil beide Kanäle unterschiedliche Lieferwege und unterschiedliche Nebenbedingungen haben. Das Einlagerungslimit betrifft nur den FBA-Teil, die Wiederbeschaffungszeit dagegen beide.

Brauche ich meine Excel-Datei dann nicht mehr?

Für die Nachbestellplanung nicht: Eine Tabelle kennt weder das freie Einlagerungskontingent noch den aktuellen Bestand über alle Kanäle, und nach jedem Sortimentswechsel muss sie von Hand nachgezogen werden. Buchhaltung und Steuer ersetzt Octuno ausdrücklich nicht.

Ist die Restock-Planung ein Zusatzmodul?

Nein, sie ist Teil des Systems. Octuno kostet flat pro Account statt pro Nutzer, gestaffelt nach monatlichem Bestellvolumen. In der Closed Beta ist die Nutzung kostenlos, danach folgen drei Gratismonate.

Den ersten Vorschlag im eigenen Konto ansehen

Kanäle anbinden, Lieferanten mit Produktionszeiten hinterlegen, Master-Box-Maße einmal eintragen – danach steht der erste Vorschlag mit Mengen, Terminen und Limit-Abgleich.

Octuno ist in geschlossener Beta: maximal 30 Tester, kostenlos, mit Onboarding und drei Gratismonaten nach dem Beta-Ende.